{"id":36452,"date":"2024-08-19T08:49:09","date_gmt":"2024-08-19T06:49:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.blue.works\/?p=36452"},"modified":"2026-02-17T10:47:07","modified_gmt":"2026-02-17T09:47:07","slug":"testmanagement","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.blue.works\/de\/testmanagement\/","title":{"rendered":"Aus dem Tagebuch eines Testmanagers"},"content":{"rendered":"\n<p>Wie allgemein bekannt, l\u00e4uft die Wartung der R3 SAP Systeme 2027 aus. Kunden welche bis dahin nicht auf&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.leanix.net\/de\/wiki\/tech-transformation\/sap-s4hana-transformation?utm_term=&amp;utm_source=adwords&amp;utm_medium=ppc&amp;utm_campaign=MEE-SWITZERLAND_SAP-S4HANA_ERPT_DSA_GER&amp;hsa_ver=3&amp;hsa_cam=21060474638&amp;hsa_grp=157319525457&amp;hsa_acc=9751618594&amp;hsa_kw=&amp;hsa_mt=&amp;hsa_net=adwords&amp;hsa_src=g&amp;hsa_tgt=dsa-2278413887935&amp;hsa_ad=692249929142&amp;gad_source=1&amp;gclid=EAIaIQobChMI4tbWlryDiAMVAZGDBx1fjgFvEAAYBCAAEgKbgvD_BwE\">S\/4 umgestiegen<\/a>&nbsp;sind, erhalten nach wie vor Support von der SAP, dieser wird jedoch kostenpflichtig. Mit dieser Umstellung stehen viele Unternehmen einmal mehr vor der Herausforderung und der Fragestellung, k\u00f6nnen unsere Gesch\u00e4ftsprozesse mit dem S\/4 SAP Standard abgebildet und abgehandelt werden? Mit dem neuen S\/4 Release geht der Trend in \u00abbenutzerfreundliche Nutzung\u00bb weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herausforderung f\u00fcr die S\/4 Implementierungspartner liegt vor allem darin, den Unternehmen die neue S\/4 Welt so zu erkl\u00e4ren, dass sie sehen k\u00f6nnen wie es in der alten R3 Welt aussah und wo sie die Funktionen neu im S\/4 System finden und ausf\u00fchren k\u00f6nnen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich durfte im Herbst 2022 in ein solch grosses Implementierungsprojekt als Test-Manager einsteigen. Die erste Phase dieses Projektes ist per Ende Juni 2024 erfolgreich live gegangen. Beim Projekte Setup wurde entschieden, die Umsetzung anhand der SAP Activate Methodik (SAP Best Practices, Focused Build, OnPrem SAP Solution Manager) umzusetzen. Die SAP Best Practices Prozesse wurden in die L\u00f6sungsdokumentation importiert. Bei der Wahl des S\/4 Implementierungspartners wurde das Wissen und das Anwenden der SAP Activate Methodik vorausgesetzt. Im ersten Schritt wurde der Rollout f\u00fcr einige Gesch\u00e4ftsstellen in der Schweiz umgesetzt. Jetzt folgt eine Konsolidierungs- und Vorbereitungs-Phase. In einem zweiten Schritt, werden noch die restlichen ca. 150 Gesch\u00e4ftsstellen ausgerollt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zur\u00fcck zu meinem Einstieg in das besagte Projekt. Das Projekt war bereits seit einigen Monaten am Laufen und erste FIT\/GAP Workshops mit den Fachbereichen hatten bereits stattgefunden. Bei einigen Fit\/Gap Workshops konnte das Test Management teilnehmen und erfasste die Gap\u2019s gleich im entsprechenden Gesch\u00e4ftsprozess-Diagramm. Weiter wurden Bem\u00fchungen unternommen, die entsprechenden Ressourcen in der Anwendung der Prozessmodellierung im SAP Solution Manager zu schulen. Doch im Verlauf des Projektfortschrittes, wurden die erkannten Gap\u2018s aus den Workshops, leider nicht mehr konsequent im Gesch\u00e4ftsprozess-Diagramm (L\u00f6sungsdokumentation, Gesch\u00e4ftsprozess) festgehalten. Der Gesch\u00e4ftsprozess ist jedoch ein zentrales Element, auf dessen Basis, Testf\u00e4lle abgleitet und erstellt werden k\u00f6nnen. Weiter kann man am Gesch\u00e4ftsprozess-Diagramm bereits fr\u00fch erkennen, wie viele Testf\u00e4lle notwendig sind, um diesen Gesch\u00e4ftsprozess vollst\u00e4ndig zu testen. Dem Projekt standen bis zu diesem Zeitpunkt, weder Testf\u00e4lle aus dem R3 SAP System noch Testf\u00e4lle f\u00fcr das S\/4 System zur Verf\u00fcgung.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Oftmals werden in solchen Grossprojekten, Ressourcen von Mitarbeiter, mit sehr guten Kenntnissen \u00fcber ihre Gesch\u00e4ftsprozess (Product Owner, Prozess Owner, Modulverantwortlicher, \u2026) ben\u00f6tigt und gebunden. F\u00fcr diese Mitarbeiter ist das in der Regel zus\u00e4tzlicher Aufwand zum laufenden Tagesgesch\u00e4ft. Wie kommt das Test-Management zu den Testf\u00e4llen welche unabdingbar sind, um die neue L\u00f6sung zu testen und zu implementieren und wer kann diese Testf\u00e4lle erstellen? Aufgrund der Ressourcenengp\u00e4ssen und dem Projektfortschritt hat das Projekt entschieden, die S\/4 SAP Best Practices Testf\u00e4lle zu nutzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Testf\u00e4lle (Word) wurden in eine Upload Datei (Excel) \u00fcberf\u00fchrt und in die L\u00f6sungsdokumentation geladen. Anschliessend wurden die entsprechenden Fachbereiche damit beauftragt die Testf\u00e4lle zu \u00fcberpr\u00fcfen und wo n\u00f6tig zu erg\u00e4nzen. Die Fachbereiche hatten bis zu diesem Zeitpunkt trotz S\/4 Schulungen, nur wenig Kenntnisse \u00fcber die neuen S\/4 Prozesse. Eine engere Zusammenarbeit mit dem S\/4 Implementierungspartner w\u00e4re an dieser Stelle sehr wichtig gewesen. F\u00fcr gewisse L\u00f6sungen bestanden keine SAP Best Practices Testf\u00e4lle. Die Projektmitglieder mussten diese manuell anlegen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Testphase stand vor der T\u00fcre und die Qualit\u00e4t der vorhandenen Testf\u00e4lle war sehr unterschiedlich. Es wurden Bem\u00fchungen angestrebt, die Testf\u00e4lle zwischen den Testzyklen (3 \u2013 4 Testphasen) jeweils anzupassen, zu erg\u00e4nzen oder neu anzulegen. Leider konnten nicht alle Teilprojekte ihre Testf\u00e4lle zur Projektlaufzeit \u00fcberarbeiten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Fazit<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Es ist gut und praktisch das die SAP die SAP Best Practices Testf\u00e4lle zur Verf\u00fcgung stellt. Doch k\u00f6nnen diese Testf\u00e4lle in den wenigsten F\u00e4llen 1 zu 1 f\u00fcr das Unternehmen \u00fcbernommen werden. Sie dienen lediglich als Ausganspunkt. Wen keine \u00abalten\u00bb Testf\u00e4lle oder SAP Best Practices Testf\u00e4lle vorhanden sind, sollte unbedingt der S\/4 Implementierungspartner in die Pflicht genommen werden, diese zusammen mit den Fachbereichen zu erstellen oder anzupassen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist von zentraler Bedeutung, dass die Ergebnisse aus den FIT\/GAP Workshops, zur Echtzeit, im Gesch\u00e4ftsprozess-Diagramm (L\u00f6sungsdokumentation) dokumentiert werden. Weiter sollte das Test-Management fr\u00fchzeitig in die FIT\/GAP Workshops involviert werden um die notwendigen Funktionen im SAP Solution Manager zu schulen oder gleich selbst Teil der FIT\/GAP Workshops zu sein, um die erkannten GAP\u2019s festzuhalten. Der Testfall ist damit noch nicht erstellt, jedoch steht ein Gesch\u00e4ftsprozess-Diagramm zur Verf\u00fcgung von dem man ein Testfall ableiten kann.&nbsp;Neben dem Testfall kann auch die funktionale Spezifikation dazu dienen, ein ersten Entwurf eines Testfalles zu erstellen und diesen gemeinsam mit dem Fachbereich zu reviewen oder zu erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor die zweite Phase ausgerollt wird, haben die Fachbereiche nun die M\u00f6glichkeit, ihre Testf\u00e4lle zu \u00fcberarbeiten und anzupassen. Um sicher zu gehen, dass die Testf\u00e4lle qualitativ besser werden und sie auch \u00fcberpr\u00fcft werden, wird das Test-Management diesen Prozess anstossen, unterst\u00fctzen und f\u00fchren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr zu diesem Thema erfahren sie <a href=\"\/de\/leistungen\/projekt-testmanagement\/\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie allgemein bekannt, l\u00e4uft die Wartung der R3 SAP Systeme 2027 aus. 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