
SAP Cloud ALM – What’s New in Woche 6
SAP Cloud ALM entwickelt sich kontinuierlich weiter mit gezielten Updates, die Transparenz und operative Einblicke stärken.
Das Release in Woche 6 bringt erweiterte Überwachungs- und Analysemöglichkeiten im Bereich Operations, effizienteres Benutzer- und Projektmanagement in Administration und Implementation, sowie praxisnahe Verbesserungen der Benutzerfreundlichkeit, die den Arbeitsalltag erleichtern.
Diese Updates helfen Teams dabei, Komplexität besser zu beherrschen, manuellen Aufwand zu reduzieren und die Kontrolle über ihre SAP Cloud ALM Landschaft zu verbessern.
SAP Business Transformation Center – Scoping
Die neuesten Updates im SAP Business Transformation Center stärken weiterhin Transparenz und Kontrolle in der Transformationsvorbereitung. Durch klarere Einblicke in Systemscans und eine verbesserte Sicht auf Quell-Datenstrukturen können Teams fundiertere Scoping-Entscheidungen treffen und spätere Überraschungen während der Migration vermeiden.
Die Ergebnisse des Systemscans umfassen jetzt mandantenabhängige Tabellen sowie mandantenunabhängige kundeneigene Tabellen.
Das neueste Update im Bereich Scoping des SAP Business Transformation Center verbessert die Transparenz während der Systemanalyse durch eine erweiterte Abdeckung der Systemscan-Ergebnisse.
Mit dieser Erweiterung enthalten Systemscans nun sowohl mandantenabhängige Tabellen als auch mandantenunabhängige kundeneigene Tabellen in einer einzigen, konsolidierten Ansicht. Dies ermöglicht Transformationsteams bereits in der frühen Scoping-Phase einen umfassenderen Überblick über das SAP-ERP-Quellsystem und hilft ihnen, den gesamten Daten-Footprint besser zu verstehen.

Mandantenabhängige Tabellen unterstützen weiterhin die Scoping-Entscheidungen und können wie bisher in der App „Select Scanned Tables“ geprüft und angepasst werden. Zusätzlich zeigt ein neuer Tab jetzt mandantenunabhängige kundeneigene Tabellen (z. B. Z, Y oder benutzerdefinierte Namensräume) an. Diese Tabellen dienen ausschliesslich zu Informationszwecken und können nicht ins Scoping einbezogen werden, da sie derzeit nicht vom Lean Selective Data Transition-Szenario von SAP ERP zu SAP S/4HANA abgedeckt sind.
Durch die klare Trennung von mandantenabhängigen und mandantenunabhängigen Tabellen unterstützt der Systemscan Teams dabei, kundeneigene Tabellen zu identifizieren, die möglicherweise eine spezielle Behandlung erfordern. Auch wenn mandantenunabhängige kundeneigene Tabellen nicht Teil des standardmässigen Migrations-Scopings sind, ermöglicht ihre Sichtbarkeit eine frühzeitige Bewertung, ob sie im Zielsystem benötigt werden, und die Planung alternativer Übertragungsansätze, falls erforderlich.
TL;DR:
Systemscans zeigen jetzt sowohl mandantenabhängige als auch mandantenunabhängige kundeneigene Tabellen und bieten damit einen vollständigen Überblick über das Quellsystem – inklusive klarer Kennzeichnung, welche Tabellen für das Scoping relevant sind und welche nur zu Informationszwecken dienen.
Operations – Health Monitoring, Integration & Exception Monitoring, Business Process Monitoring
Die neuesten Updates im Bereich Operations konzentrieren sich auf mehr Transparenz, intelligenteres Monitoring und eine bessere Kontrolle der Systemressourcen. Verbesserungen in den Überwachungs-Apps erleichtern das Verständnis darüber, was überwacht wird, wie Systeme und Services Ressourcen verbrauchen und wo Handlungsbedarf besteht – damit Operationsteams schneller reagieren und komplexe Landschaften effizienter steuern können.
Neue RFC-Kennzahlen verfügbar im Health Monitoring
Health Monitoring wurde um umfassende RFC-Kennzahlen erweitert und ermöglicht Operationsteams damit tiefere Einblicke in die Stabilität der Remote-Kommunikation und der Hintergrundverarbeitung.
Das Update führt die Überwachung von tRFC, qRFC und bgRFC ein, sodass transaktionale, gepufferte und Hintergrund-RFC-Aufrufe effektiver nachverfolgt werden können.
Zusätzlich stellt eine neue Kennzahl zur RFC-Konnektivität die Verfügbarkeit von RFC-Destinationen dar. Sie hilft dabei, Kommunikationsprobleme zwischen Systemen schnell zu erkennen und zu beheben. Die RFC-Konnektivitätskennzahl bietet zudem konfigurierbare Optionen, mit denen das Monitoring an spezifische betriebliche Anforderungen und kritische Verbindungen angepasst werden kann.
Die RFC-Monitoring-Funktionen sind nur verfügbar, wenn ST-PI 740 SP33 installiert ist.

TL;DR:
Health Monitoring unterstützt jetzt detaillierte RFC-Kennzahlen (tRFC, qRFC, bgRFC) sowie den RFC-Konnektivitätsstatus und verbessert so die Transparenz bei Systemkommunikation und Hintergrundverarbeitung.
Unterstützung für SAP Complaint Handling im Integration & Exception Monitoring
Integration & Exception Monitoring wurde um die Unterstützung für SAP Complaint Handling erweitert und bietet Operationsteams nun vollständige Transparenz über beschwerdebezogene Nachrichtenflüsse. Mit diesem Update können eingehende und ausgehende Nachrichten in folgenden Nachrichtentypen überwacht werden:
Für jeden Nachrichtentyp steht eine detaillierte Statusübersicht zur Verfügung, mit der Teams den Verarbeitungsstatus schnell beurteilen können. Aus der Übersicht heraus lässt sich zu einzelnen Nachrichten navigieren, um Fehler zu analysieren, Verzögerungen zu untersuchen und technische Details einzusehen. Wie bei anderen unterstützten Integrationen erfolgt die Datenerfassung über SAP-Managed Connectivity, was eine konsistente und aufwandsarme Einrichtung sicherstellt.
Diese Erweiterung unterstützt Teams dabei, Integrationsprobleme in Complaint-Handling-Szenarien proaktiv zu erkennen und schneller zu reagieren, wenn geschäftskritische Nachrichten fehlschlagen oder sich unerwartet verhalten.
TL;DR:
Integration & Exception Monitoring unterstützt jetzt SAP Complaint Handling und bietet durchgängige Transparenz für Konfigurations-, Stammdaten- und Transaktionsnachrichten – inklusive Detailnavigation für eine schnellere Fehleranalyse.
Verbesserte KPI-Transparenz und Memory-Insights im Business Process Monitoring
Business Process Monitoring bietet nun eine tiefere Transparenz darüber, wie KPIs konfiguriert sind und wie Systemressourcen verwendet werden. Im Konfigurationsdialog wurde die Seite Services / Systeme erweitert und zeigt jetzt eine vollständige Liste aller KPIs, die einem Service oder System zugewiesen sind – inklusive relevanter Kontextinformationen und Details zur Datenerfassung. Dadurch wird besser nachvollziehbar, wo und warum bestimmte KPIs aktiv sind.

Zusätzlich können Administratoren im Process Monitoring nun die Speicherauslastung pro Service oder System analysieren. In der Ansicht Tabellarische Darstellung pro Service im Bereich Datenvolumen lässt sich erkennen, wie sich die Speichernutzung auf Services und Systeme verteilt – inklusive der Top 10 KPIs. Diese Einblicke helfen Teams dabei, ressourcenintensive KPIs zu identifizieren und die Monitoring-Konfiguration gezielt zu optimieren.

Zusammen unterstützen diese Verbesserungen fundiertere Entscheidungen zur Aktivierung von KPIs und zur Datenerfassung – und helfen dabei, Monitoring-Tiefe und Speichernutzung effizient in Einklang zu bringen.
TL;DR:
Business Process Monitoring zeigt jetzt KPIs pro Service/System sowie deren Speicherauslastung – für eine gezielte Optimierung der KPI-Konfiguration und ein effektives Ressourcenmanagement.
Implementation – Risiken, Quality Gates, Features, Analysen
Die neuesten Updates im Bereich Implementation zielen darauf ab, Teams während der Projektausführung mehr Kontrolle, bessere Einblicke und höhere Effizienz zu bieten. Von verbesserten Analytics- und Reporting-Funktionen bis hin zu optimiertem Handling von Risiken, Quality Gates und Transporten – diese Erweiterungen reduzieren manuellen Aufwand und erleichtern das Management komplexer Projekte mit mehr Sicherheit und Transparenz.
Erweitertes Risikomanagement
Die Risikobehandlung in SAP Cloud ALM ist jetzt noch enger mit der Projektausführung verknüpft. Die App Risiken wurde um neue Funktionen erweitert, die Teams dabei unterstützen, Risiken aktiv zu mitigieren und effizienter im grossen Massstab zu arbeiten.
Projektleiter können nun direkt aus einem Risiko heraus neue Projekttasks anlegen oder bestehende Tasks zuweisen. So lassen sich identifizierte Risiken einfacher in konkrete Massnahmen und Folgeaktivitäten überführen – ohne die App zu wechseln. Dies stärkt die Verbindung zwischen Risikoerkennung und Umsetzung.

Zusätzlich unterstützt die App Risiken jetzt den Download und Upload von Tabellen. Dies ermöglicht die Massenbearbeitung, Offline-Analysen und eine einfachere Zusammenarbeit – insbesondere bei umfangreicheren Risiko-Listen oder während der Vorbereitungs- und Prüfphasen.

TL;DR:
Erstellen und zuweisen von Projekttasks direkt aus Risiken heraus – und Risiken im grossen Masstab verwalten durch Tabellen-Download und -Upload für schnellere Analysen und Aktualisierungen.
Quality Gates: Schnellere Analysen, Massenbearbeitung und automatisierte Bewertungen
Der Bereich Quality Gates wurde um mehrere leistungsstarke Funktionen erweitert, die das Management von Checklisten effizienter, skalierbarer und praxisnäher machen – insbesondere in grösseren oder stark regulierten Projekten.
Teams können nun Checklistenpunkte aus dynamischen Quality Gates in Tabellen herunterladen, um sie offline zu analysieren und massenhaft zu bearbeiten. Nach den Änderungen lassen sich die Tabellen wieder hochladen, um neue Checklistenpunkte zu erstellen oder bestehende zu aktualisieren. Ergänzt wird dies durch eine neue Funktion zur Massenbearbeitung direkt in der App, mit der sich mehrere Checklistenpunkte gleichzeitig aktualisieren lassen – ganz ohne externe Tools.

Auch Sichtbarkeit und Steuerung wurden verbessert: In der hierarchischen Checklistenansicht können Projektteams nun alle vorhandenen Attribute von Checklistenpunkten anzeigen und bearbeiten – darunter Verantwortlicher, geplantes Abschlussdatum, Team, Benutzertyp und Kommentare. Dadurch wird die Verwaltung von Zuständigkeiten, Zeitplänen und Verantwortlichkeiten über die Quality Gates hinweg deutlich erleichtert.

Zusätzlich können Projektleiter jetzt für ausgewählte dynamische Quality Gates einen vollständig automatisierten SAP Assessment Service anfordern. Dieser steht zur Verfügung für:
- SAP Activate Roadmap – SAP S/4HANA Cloud Public Edition (Prepare & Explore)
- SAP Activate Roadmap – SAP SuccessFactors (Prepare & Explore)
Dieser Service beschleunigt Bewertungen und stellt gleichzeitig die Konsistenz mit den SAP Best Practices sicher.
TL;DR:
Quality Gates unterstützen jetzt tabellenbasierte Analyse und Massenbearbeitung, vollständige Attributpflege in dynamischen Checklisten sowie automatisierte SAP Assessment Services – für ein schnelleres, transparenteres und skalierbareres Qualitätsmanagement.
Features: Verbesserte Transparenz im Transportverwaltung
Die Transportverwaltung im Bereich Features ist jetzt dank zweier kleiner, aber praxisnaher Erweiterungen transparenter.
Im Abschnitt Transporte wird nun der Transportverantwortliche direkt angezeigt. Dadurch können Projektteams Zuständigkeiten schneller erkennen, Verantwortlichkeiten klären und Folgeaktivitäten koordinieren – ganz ohne Tool-Wechsel oder tiefes Eintauchen in Transportdetails.

Zudem wurde der Dialog „Transport von Kopien anlegen“ erweitert: Er zeigt jetzt sowohl den Transporttyp als auch den Verantwortlichen an. Diese Kontextinformationen bereits im Voraus verfügbar zu haben, hilft dabei, Fehler bei der Erstellung von Transporten zu vermeiden und unterstützt fundiertere Entscheidungen bei der Auswahl oder Wiederverwendung von Transporten.

Zusammen verringern diese Verbesserungen Unklarheiten und machen die tägliche Transportverwaltung transparenter und effizienter.
TL;DR:
Transportverantwortlicher und Transporttyp sind nun an zentralen Stellen sichtbar – für mehr Transparenz und klare Zuständigkeiten im Transport-Management.
Analysen: Intelligentere Suche, bessere Nachvollziehbarkeit und Risiko-Einblicke
Der Bereich Analytics in SAP Cloud ALM entwickelt sich weiter – mit Updates, die das Auffinden relevanter Daten, das Verstehen von Zusammenhängen und die Gewinnung klarer Projekt-Einblicke erleichtern.
Eine verbesserte Suche und Filterung von Testplänen steht nun über einen neuen Auswahlhilfe-Dialog in der App Defect Reporting zur Verfügung. Der Dialog bietet ein eigenes Suchfeld sowie einen Tab „Bedingungen definieren“, mit dem sich gezielter filtern lässt. So können beispielsweise Testfälle, die dem Testplan „None“ zugewiesen sind, durch eine „ungleich“-Bedingung ausgeschlossen werden. Dies sorgt für übersichtlichere Defect Reports und stellt sicher, dass nur relevante Testpläne in die Analyse einfliessen.

Indirekte Dokumentverknüpfungen sind jetzt in der App Solution Process Traceability sichtbar. Dokumente, die über Requirements, Tasks, Defects oder Bibliothekseinträge indirekt verknüpft sind, können angezeigt werden, indem die Option Indirekte Zuordnung sowie der Dokumente-Toggle aktiviert werden. Dokumentenzähler, Mikro-Balkendiagramme und der direkte Zugriff auf Dokumentdetails werden automatisch aktualisiert und ermöglichen so einen umfassenderen Überblick über die Dokumentationsabdeckung entlang der Prozesse.

TL;DR:
Die Analysen bieten jetzt eine verbesserte Filterung von Testplänen sowie die Anzeige indirekt zugeordneter Dokumente in Traceability-Ansichten.
Administration – Benutzerverwaltung
Massenpflege von Benutzern
Die Benutzerverwaltung wird durch die Massenpflege von Rollen deutlich effizienter. Administratoren können jetzt direkt aus der Tabellenansicht der App Benutzerverwaltung Rollen für mehrere Benutzer gleichzeitig zuweisen oder entfernen.
Diese Erweiterung vereinfacht umfangreiche Benutzeraktualisierungen und reduziert manuellen Aufwand bei der Zugriffsverwaltung über ganze Teams hinweg.

Wichtige Punkte:
- Rollen mehreren Benutzern gleichzeitig zuweisen oder entziehen
- Bis zu 50 Benutzer können in einem Schritt bearbeitet werden
- Benutzer mit folgenden Status können nicht bearbeitet werden:
- Deaktiviert
- Bald ablaufend
- Warten auf Genehmigung (und nicht im SAP BTP Cockpit gepflegt)
TL;DR:
Benutzerrollen jetzt schneller verwalten – durch Massenvergabe oder -entzug von Rollen, ideal für eine skalierte und abgestimmte Zugriffssteuerung.